Aloha Hawai’i

11. August 2010

So, nachdem ich nun schon mehrfach darauf hingewiesen worden bin, dass mein Blog nicht auf dem aktuellsten Stand sein, haue ich nun in die Tasten (gell Martin, schoen nach deiner Anweisung :P )

AbschiedsessenNachdem ich Vancouver Island verlassen hatte war ich nochmal 2 Naechte in White Rock bei Anthony. Dort hiess es dann Umpacken und mich von meinen Freunden verabschieden. Deswegen war ich am Sonntagabend mit Tina, Aya und Stanley noch einmal Japanisch Essen. Und dann, am Montagabend hat mich Anthony zu meiner Bushaltestelle gefahren. Von dort bin ich mit dem Bus zum Flughafen nach Seattle gefahren. Leider musste ich dort erstmal ueber 10 Stunden auf meinen Flug warten. Ich habe die Zeit unter anderem mit Schlafen verbracht.

Waikiki BeachAm Dienstagmorgen ging es dann los. Von Seattle nach Honolulu – Direktflug. Als ich in Honolulu ankam hat es am Flughafen ersteinmal geregnet. Aber es war trotzdem schoen warm (ca. 28 Grad). Mit dem Bus ging es dann zum Hawaiian Seaside Hostel, 2 Bloecke entfernt von Waikiki Beach. So guess what, nach dem Einchecken und einer kurzen Erkundungstour der Umgebung ging es dann natuerlich erstmal an den Strand! Waikiki Beach ist natuerlich schon sehr touristisch und der Strand war meistens sehr voll, aber es war es trotzdem wert. Das Wasser war so schoen warm.

Hanauma BayAm Mittwoch hatte ich beschlossen, dass ich Schnorcheln gehen will. Also schnell im Hostel Schnorchel und Taucherbrille ausgeliehen und mit dem Bus zum Hanauma Bay gefahren. (Der ein oder andere kennt dieses Bild vielleicht als Postkartenbild!) Hanauma Bay ist super zum Schnorcheln. Ich habe viele Fische gesehen, aber leider keine Schildkroete, die gibt es dort naemlich normalerweise auch :(

 

Rain ForestAm naechsten Tag war vom Hostel aus eine Wanderung mit begrenzter Teilnehmerzahl zu den Manoa Falls angeboten. Dort habe ich dann Annie, eine Canadian aus dem Osten Canadas kennengelernt. Fuer die Wanderung sind wir etwas ins Landesinnere von O’ahu gefahren. Dort gibt es den Regenwald, der echt total schoen aussieht. Und durch eben den sind wir Manoa Fallszu den Manoa Falls gewandert. Unterwegs habe ich viele schoene Blumen gesehen, vorallem so schoen exotische. Nach der Wanderung hat uns Mark, der Hostelbesitzer der mit uns die Wanderung gemacht hat noch zum ’secret beach’ gefahren. Das ist ein super schoener Strandsand. Toll zum Chillen, Schwimmen, Schnorcheln und Surfen. Das war aber leider das einzige Mal, dass ich an diesem Strand war und ich habe nichts davon gemacht :) Secret Beach  Als wir wieder am Hostel waren, habe Annie und ich beschlossen, dass wir zusammen nach Honolulu reinfahren und dort den Aloha Tower und Chinatown begutachten. Der Aloha Tower war ganz nett. (Habe mir dort uebrigens eine Ukulele gekauft) Chinatown war nicht sehr schoen, aber wir haben dort super guenstiges Obst (zB eine Annanas fuer $2.50) gekauft. Und natuerlich unsere legendaere $7 Mango, die wir etwas aus Verzweiflung gekauft haben, aber es war das Geld wert :) Am Abend waren wir mit 2 anderen vom Hostel bei Dunkelheit am Waikiki Beach baden.

Am Freitag war ich den ganzen Tag im Polynesian Cultural Centre im Norden O’ahus. Dort stellen sich die polynesischen Inseln samt ihrer Kultur vor. Das war sehr interessant, weil es ein bisschen wie ein riesiges Naturkundemuseum ist. Dort wurde musiziert, getanzt, gekaempft, gespielt und vieles mehr. Am Abend gab es dann eine grosse Show mit verschiedenen Taenzen. Wirklich sehr sehenswert.

DoleAm Samstag war ich vormittags auf einer Inselrundreise, einfach um so viel wie moeglich von O’ahu zu sehen. Leider hat es teilweise sehr geregnet, aber ich habe trotzdem genug gesehen. Unter anderm die Dole Plantation mit ihren riesigen Annanasfeldern; das erklaert natuerlich auch die wunderbar guenstigen Preise fuer diese leckere Frucht :) Nach der Tour war ich mal wieder am Strand.  Aus unserem Plan abends wegzugehen wurde irgendwie nichts, weil es im Hostel so gemuetlich war ;) Hier sei nun mal angemerkt, dass ich von dem Hostel immer noch hin und weg bin. Das Hostel ist nicht all zu gross, deswegen lernt man schnell alle Leute kennen und man macht dann auch Sachen zusammen (zB morgens um 4 aufstehen um gemeinsam das Deutschland-Spiel anzuschauen…)

Am Sonntag war July 4th, also Independence Day und somit Feiertag.4th of July Wir Maedels habe uns dann entschlossen, vormittags zum Einkaufen in Hololulu zu gehen. Am Nachmittag war einfach nur Strand angesagt. Und abends gab es natuerlich ein grosses Feuerwerk. Deshalb hat sich das ganze Hostel zum Strand aufgemacht. Nach dem Feuerwerk haben wir dann den amerikanischen Unabhaengigkeitstag im Hostel feierlich ausklingen lassen…

Pearl HarbourTrotz der kurzen Nacht habe wir (eine Gruppe bestehend aus 2 Deutschen, 4 Kanadiern und einem Schweden) uns am Montagmorgen auf zu Pearl Harbour gemacht. Dort angekommen mussten wir dann zwei Stunden in praller Sonne warten um das USS Arizona Memorial zu begutachten. Nach unserem Pearl Harbour Ausflug waren wir alle so muede, dass die einzige Loesung nur Strand sein konnte. Am Abend war ich mit Annie und Arvid noch was Essen, sozusagen schon wieder ein Abschiedsessen.

Am Dienstagmorgen haben Annie und ich ersmal all unsere Waesche in einerJelly Fish Coin Laundry gewaschen und waehrend wir auf die Waesche gewartet habe hatten wir Fruehstueck. Dann hiess es fuer mich Packen und Auschecken, aber noch nicht Abreisen. Ich habe mich mit Annie ein letztes Mal auf zum Strand gemacht. Meine letzten zwei Stunden habe ich dann mit ein paar anderen im Hinterhof des Hostels verbracht. Und dann hiess es auf zum Flughafen und rein in das neue Abenteuer…

 

 

 

 

 

Blume

 

 

 

 

 

 

 

Blumen

 

 

 

 

 

 

 

Waikiki Beach by night

Bilder von Vancouver Island

9. Juli 2010

Ich mit Steven und Gabi Ich mit Gabi und Steven, die ein paar Tage spaeter leider gefressen wurden.

  

  

  

  

  

  

  

 

 Seestern

Ein riesiger Seestern bei Cowichan Bay.

 

 

 

 

 

Tractor, the lawnmowerNachdem Craig Tractor,  unseren Rasenmaeher im Teich versenkt hat.

 

 

 

 

 

 American Football

Beim American Football spielen – auf einer Sandbank im Meer!!!

 

 

 

 

 

beach fire

Eins unserer Strandfeuer direkt vorm Haus so zu sagen.

 

 

 

 

 

 

Cathedral Cove

 

Bei den riesigen Baeumen!! (Und das ist noch ein kleiner!)

 

 

 

 

 

 

 

Die Farm

Unsere Farm!!

 

 

 

 

 

 

 

Farmleben

 

Ohne Worte :)

 

 

 

 

 

 

Long Beach

 

Long Beach bei Tofino…

I ♥ Canada

 

 

 

 

 

Meares Island

 

Beim Wandern auf einer Insel vor Tofino.

 

 

 

 

 

Philipp, ich ,Corinna und Martin

 

Team Farm #2

 

 

 

 

 

 

 

 

Spaziergang

 

Spaziergang am Strand.

 

 

 

 

 

 

Unser Strand

 

Unser Strand :)

 

 

 

 

 

 

whale watching

 

Martin und ich nach dem Whale Watching in Tofino.

 

 

 

 

 

 

So, das ist jetzt eine kleine Auswahl der Bilder von Vancouver Island. Ich weiss, ihr wartet wahrscheinlich alle auf ein Update meiner USA-Reise. Ich gebe mir Muehe mich zu beeilen!!

Liebs Gruessle aus zwischenzeitlich wieder Edmonton,

eure Martina

Vancouver Island!!!

22. Juni 2010

Ohje ohje, ich weiss, ich hab mich viel zu lange nicht gemeldet…ziemlich doof, weil jetzt muss ich viel schreiben und vergess wahrscheinlich mal wieder die Haelfte. Aber da ich gerade in Seattle am Flughafen sitze und mein Flug erst in 10 Stunden geht habe ich ja doch noch ein wenig Zeit :) und deswegen nun einen Ueberblick ueber sechs Wochen…das wird was :D

Am 17.Mai habe ich also Vancouver verlassen um mich mit Bus und Faehre auf nach Vancouver Island zu machen. Dort wurde ich dann von Anita und einer ihrer Toechter abgeholt.  Die Farm ist in Metchosin, das ist ca 30min mit dem Auto von Victoria entfernt.

Die Farm. Das ist ein grosses Anwesen mit einem Haus darauf, einem Schuppen, ein riesiger Teich,  ein grosser Garten und viel Federvieh. In dem Haus wohnt Gordon und alle 2 Wochen Anita. Anitas Haus steht auf dem Nachbargrundstueck. Sie wohn dort mit 5 Kindern, 3 Ponys, 3 Hunden und einer Katze. Wenn Anita bei Gordon ist, wohnt der Vater der Kinder im Haus mit den Kids. Das allerbeste an Gordons Haus ist jedoch, dass es direkt am Strand liegt!!! Nur ein Traum!! Deswegen hatten wir abends auch ganz oft Beach Fires.

Als ich bei Gordon ankam waren schon 3 Helfer dort. Yolenn aus Frankreich und Craig und Matt aus England. Ausserdem hatten wir 2 Babyenten, einen Pfau, 4 Phasane, 4 legende Hennen, 9 Chicks und 2 Schwaene (wobei diese eigentlich wildlebend sind, aber zahm sind und aus der Hand fressen).

Als ich die Farm verlassen habe sah es Federvieh-maessig so aus: 1 Pfau, 3 Phasane (einen haben wir verloren), 4 legende Hennen, 15 Chicks, 5 Schwaene (eigentlich 6, aber ein Baby wurde gefressen) und 10 Enten (hier sind die 2 meiner Ankunft nicht mehr dabei, da sie leider gefressen wurden). Meine Lieblingsvoegel waren definitiv die Enten (vorallem Yoyo, Craig, Matt und Martina!!!), wobei die mich am Ende schon etwas verkratzt haben. Aber nun mal der Reihe nach, sonst koennt ihr mir ja gar nicht mehr folgen :)

Also, mit denen dreien hatte ich jede Menge Spass. Wir haben viel Scheiss gemacht und vieeel Karten gespielt. Und das Essen kochen war jedesmal eine morz Gaudi mit Singen und Tanzen.  Das Wetter war in den ersten Wochen leider oft regnerisch, aber wenigstens nicht kalt. Die Aufgaben auf der Farm waren immer unterschiedlich. Natuerlich erstmal jeden Tag nach den Voegeln schauen. Und dann total verschiedene Sachen. Rasen maehen, den Schuppen saeubern/entruempeln, Unkraut jaehten und und und. Aber wir konnten uns echt nicht beschweren… wir haben eigentlich nie laenger als  6 Stunden gearbeitet und hatte des oeftern auch die Moeglichkeit Sachen zu machen.

Am 20.Mai zum Beispiel haben wir einen Ausflug zum Cowichan Bay gemacht. Dort haben wir am Wasser dann einen kleinen Jungen kennengelern, der riesen Freude hatte uns die Tiere am Ufer zu zeigen. So kam es, dass wir einen riiiiiesen Seestern gesehen haben, Bull Head Fish gehalten haben, Krabben und und und. Ausserdem waren wir dort in der Baeckerei und die hatten BREZELN die tatsaechlich perfekt waren :)

Am 24. hatten wir ein “deutsches Fruehstueck”, da uns Anitas Bruder aus Deutschland besucht hat und ausserdem ihr Vater und ein Cousin mitkam.

Am 29. war ich mit den Jungs in Victoria (Yolenn hatte uns zwei Tage zuvor verlassen). Waehrend the Brits einkaufen waren habe ich mir das Royal Museum of British Columbia angeschaut. Ein wirklich sehr sehenswertes Museum!! Teilweise fuehlte ich mich wie auf Zeitreise.

An einem der Tage habe ich beim Reinigen eines Kaefiges die Hauptleitung des Bewaesserungssystems fuer den Garten angebrochen. Das war eine ziemlich nasse Angelegenheit, vorallem weil wir nicht wussten wo wir das Wasser abstellen muessen. Aber zu meiner Verteidigung: wir haben das alles wieder repariert!!

Am 1.Juni kam dann Corinna, eine weitere Deutsche an und wir waren also wieder vier. In der Nacht (oder war es die darauffolgende?) waren Matt, Craig und ich um kurz nach Mitternacht im Pazifik schwimmen. Wobei man nicht wirklich von schwimmen reden kann, aber immerhin war ich mit dem Kopf unter Wasser. Ausserdem hat Craig unseren geliebten Traktor im Teich versenkt…das war wirklich daemlich. Wir haben ihn dann zu viert aus dem Wasser gezogen, aber alle Wiederbelebungsversuche sind fehlgeschlagen.

Am 3.Juni haben wir einen Ausflug zu Cathedral Grove gemacht. Dort stehen riesige, uralte Baeume. Das war sehr impressive. Am Abend kam dann ein 5.Mann…Philipp, ebenfalls aus Deutschland. Der 6.Mann kam dann am Freitag: Martin aus der Schweiz. Wir waren dann also fuer ein paar Tage 6 Helfer.  In der Zeit haben wir im Trailer nebenan gearbeitet.  Am 6. waren wir mittags nach dem Arbeiten am Strand schwimmen. Diesesmal habe ich auch tatsaechlich 4 Schwimmzuege geschafft. Es war so schoen warm, dass man sich draussen trocknen lassen konnte. Am 7. waren wir an einer Lagune mit super Sandstrand. Geschwommen sind wir da zwar nicht, aber ich hab mit Craig, Matt und Philipp auf einer Sandbank American football gespielt :)

Am 8. haben uns dann die crazy Brits verlassen und damit ist auch etwas Ruhe im Haus eingekehrt (ausserdem hat sich die Qualitaet des Essens verbessert…zB keine baked beans zum Fruehstueck mehr.) Das neue Team Farm hat diesen Tag beim Beaver and Elk Lake verbracht. Philipp war Fischen und wir haben einen 10km Spaziergng um die Seen gemacht.

Am darauffolgenden Wochenende hatte die kanadische Navy Geburtstag und deswegen gab es Freitag Abend ein Feuerwerk und Samstag Morgen eine Flugshow. Am Samstagabend hatten wir ein Essen bei uns daheim, zu dem wir auch Helfer anderer Farmen in Metchosin eingeladen haben. Von einer, Gabrielle, werdet ihr noch mehr lesen.

Vom 14.-16. waren wir in Tofino. Das war ein mega toller Ausflug. Eigentlich wollten wir 4 ein Auto mieten, doch im Endeffekt haben wir Anitas Auto bekommen. Hier bin ich dann auch das erste Mal nach 8 Monaten wieder Auto gefahren. In Tofino angekommen mussten wir feststellen, dass das Hostel ausgebucht war, deswegen haben wir die erste Nacht in einem Motel verbracht. Am Abend waren wir in einem Fischrestaurant Essen. Die zwei Jungs und ich, wir haben uns eine riesen-mega leckere Platte geteilt. Wir hatten Krabbe, Muscheln, Scampi, Fisch und und und….der Wahnsinn.

Am naechsten Tag sind wir mit einem Wassertaxi von Tofino zu Meares Island gefahren wo wir eine Regenwald-Wanderung gemacht haben. Das war wirklich super! Am Abend sind wir noch zu Long Beach gefahren… ein absolutes MUSS wenn man dort ist. Mega Sandstrand, nebendran Wald und im Hintergrund schneebedeckte Berge und das alles bei Sonnenschein!!!

Am Mittwochmorgen sind Martin und ich zum Whale Watching gegangen. Wir haben auch Grauwale gesehen. Ich hatte es mir zwar etwas spektakulaerer vorgestellt, aber es war trotzdem gut. Auf dem Weg heim haben wir noch nen Spaziergang im Pacific Rim National Park gemacht und in Parksville Abend gegessen.

Am 19. war Team Farm zusammen mit Gabrielle abends in Victoria im Irish Pub. Am darauffolgenden Tag waeren Philipp und Martin und ich wieder auf dem Weg nach Victoria. Diesesmal mit dem Fahrrad. Nach den 25km Hinweg haben wir erstmal Wuerstchen auf Philipps Gaskocher gegrillt. Danach waren wir einfach eine Weile in Victoria und eigentlich wollten wir mit dem Bus zurueck. Aber der hatte vorne nur 2 Fahrradstaender und hat sich geweigert das dritte Fahrrad mitzunehmen. Deswegen sind wir dann die 25km wieder zureuck geradelt.

Jetzt am Mittwoch haben wir uns wieder zu einer Wanderung aufgemacht. Diesesmal zum Juan de Funca Trail an der Westkueste. Wir sind dort 10km abgewandert und haben abends an einem der Straende gezeltet…da wir aber unsere Zeltstangen vergessen haben, haben wir auf dem Zelt geschlafen. Leider hat es die ganze Nacht geregnet, aber es war auf alle Faelle eine tolle Erfahrung!!

Am Freitag hat mir mein Team dann ein 3-Gaenge-Abschiedsessen gekocht. Meinen letzten Abend haben wir gemuetlich in der Kueche mit Kartenspielen verbracht.  Am Samstag morgen musste ich dann erstmal packen (waere ja sonst nicht ich, oder? ;) ) Und dann ging es nach dem Fruehstueck (ein letztes Mal Philipps super Spiegeleier!) mit der 11Uhr Faehre zurueck zum Festland. Dort habe ich mich wieder fuer 2 Naechte bei Anthony einquartiert. Am Samstagabend hab ich mich richtig alleine gefuehlt, immerhin hatte ich 6 Wochen lang immer jemanden um mich rum.

Gestern habe ich mich dann um mein Gepaeck gekuemmert und war abends mit Tina, Aya und Stanley ein letztes Mal gemeinsam essen. Wieder einmal nach dem Motto “ihr bestellt -  ich esse”.

Tja, und jetzt sitze ich also hier am Airport in Seattle und warte darauf, endlich nach Hawaii zu fliegen. Ich freue mich schon sehr auf die bevorstehenden Wochen.

Was ich noch sagen wollte: die letzten Wochen haben wir natuerlich nicht nur Urlaub gemacht! Wir haben viel draussen gearbeitet. Unter anderm einen Entenkaefig gebaut und mit einem Spielhaus fuer die Kinder begonnen.

Soooo, ich denke das war jetzt wieder sehr viel Info auf einmal und vielleicht auch etwas verwirrend, aber ich musste einfach wieder auf den aktuellen Stand kommen! Bilder kommen noch, dazu bin ich angesichts der spaeten Stunde gerade nicht zu motivieren. :)

Liebs Gruessle aus Seattle, eure Martina

Good times.

15. Mai 2010

Liebe Leser, ich hoffe ihr habt Zeit denn das koennte ein langer Eintrag werden!

Da ich ja gleich von meiner Ankunft an fleissig Lebenslauefe verteilt habe war ich die erste Woche sehr zuversichtlich, dass ich irgendeinen Job bekommen werde. Ich habe Lebenslaeufe in alle Richtungen verteilt und auf verschiedene Art und Weise. Aber fuer lange Zeit habe ich erstmal gar nichts zurueck gehoert. Letzte Woche Mittwoch hatte ich dann doch etwas das Gefuehl, dass mir die Decke auf den Kopf fallen koennte, deswegen bin ich am Abend zum “Deutschen Stammtisch in Vancouver”  gegangen. Ja, mit dem Internet ist heutzutage ja alles moeglich; unteranderem laesst sich da auch eine Gruppe Leute finden, die sich Mittwochs treffen. Also wie gesagt, da bin ich dann letzten Mittwoch hin. Und natuerlich gleich mal viele neue Leute kennengelernt. Das lustige war, dass die Mehrzahl Sueddeutsche waren. Jedenfalls hatte Sylvia (eine der Maedels) fuers Wochenende einen Trip nach Seattle geplant.

Skyline SeattleAm Freitag hatte ich ein Vorstellungsgespraech (das Einzige von etwa 50 Bewerbungen).  Jedenfalls war mit Sylvia ausemacht, dass, wenn sich bei diesem Gespraech nichts fuers Wochenende ergibt, ich mit ihrer kleinen Reisegruppe nach Seattle fahr da ich die Stadt sowieso sehen wollte. Das Gespraech war etwas…verwirrend. Es ist schwer es niederzuschreiben. Die Kurzfassung ist: Wuerde ich bis Ende August in Vancovuer bleiben und Arbeiten, dann haette ich den Job bekommen. Da ich das nicht mache, war’s leider nichts. Deswegen ginng es dann Samstagmorgen zusammen mit Sylvia und 2 weiteren Maedels (Julia und Judith) auf Richtung Seattle. Unsere erster Stop (nach dem Grenzuebergang natuerlich) war ein Outlet Shopping Center. Nachdem wir das unsicher gemacht haben gings weiter zu unserem Hostel in Seattle. Da 3 von uns 4 ohne US-Dollar die Grenze ueberschritten haben war unser erstes Ziel, an US Cash zu kommen. Schwieriger als erwartet, da es ja Wochenende war. Jedenfalls sind wir dann ins Hard rock Cafe und zum original Starbucks bevor wir in einem kleinen italienischen Restaurant zu Abend gegessen haben. Am Sonntag haben wir dann versucht so vielSeattle wie moeglich zu sehen. Gegen Ende des Tages haben Sylvia und ich drauf bestanden, dass wir noch zu einem Aussichtspunkt fahren (gut dass sie der Fahrer war ;) ). Das hat sich definitiv gelohnt, da wir (wie ihr sehen koennt) noch super tolle Bilder gemacht haben. Das Foto auf dem wir alle drauf sind hat ein deutsches Au pair gemacht, die wir an dem Aussichtspunkt getroffen haben. So schoen es auch war, wir mussten uns dann wieder auf den nach Hause weg machen, da die Haelfte am andern Tag arbeiten musste.

Grouse Mt.Die andere Haelfte (Sylvia und ich) hat dann schon wieder die naechste Aktivitaet geplant: Zusammen mit Yvi und Lisa den Grouse Mountain besteigen. Und das haben wir dann auch gleich am Montag gemacht. Der Grouse Grind Trail, den wir eigentlich nehmen wollten war gesperrt, deswegen sind wir dann auf einem parallel verlaufenden Pfad hochgewandert. (Der war anscheinend geoeffnet, weil wir Grouse Mountainwaren nicht die einzigen die sich auf den Weg nach oben gemacht haben.) Wir haben ein bisschen laenger gebraucht als ausgeschrieben aber das ist ja egal, hauptsache wir kamen oben an. Der Weg war immer bergauf, und von Wasser ueber Matsch zu Schnee hatten wir alles. Oben angekommen haben wir dann die Aussicht genossen, und zwei Grizzlies beim Aufwachen zugeschaut. Ja, die waren echt aber eingezaeunt. Runter sind wir mit der Gondel gefahren und unten angekommen haben wir noch zwei Timber-Woelfe gesehen (aber auch eingezaeunt.)

Stanley ParkAm Dienstag Nachmittag hatte ich beschlossen dass ich in den Stanley Park Fahrrad fahren gehen moechte. Immerhin war es schon wieder ein sonniger Tag. Im Stanley Park gibt es super schoene Rad- und Spazierwege. Ich hab mir die 10km-Tour immer am Wasser entlang rausgesucht. Das ist total toll, weil es auch so flach ist. (Im Hintergrund seht ihr Downtown Vancouver.)

Ernennung British ColumbiasAm Mittwoch war ich dann mit Yvi, Lisa und Christopher im Fort Langley. Das ist die Geburtsstaette von British Columbia und ein Freilichtmuseum. Ich fand es total toll und  die Leute die dort arbeiten waren auch total nett. Wir durften dann auch Ausstellungsstuecke anprobieren und somit ein Teil der Geschichte werden. War wirklich gut und wir hatte viel Spass. Am Abend war dann wieder Stammtisch, und wieder ein paar neue Leute kennengelernt.

Und damit es ja nicht langweilig wird gingsChinese Garden am Donnerstag gleich wieder weiter. Diesesmal ging es nach China Town. Und zwar wieder mit Yvi (da wir beide etwas versetzt worden sind.) Wir sind dann (schon wieder) bei strahlendem Sonnenschein durch die Strassen geschlendert und haben uns den Dr. Sun Yat-Sen Classical Garden angeschaut. Dort gabs auch eine kleine Fuehrung und die war total interessant, weil dort Sachen erwaehnt wurden, die uns alleine niemals aufgefallen waeren. Danach hatten wir in einer kleinen chinesischen Baeckerei steamed buns, die mir von Rita empfohlen wurden.  Am Abend hab ich mich dann noch mit Tina und Aya getroffen. Wir sind lecker Chocolate-Fondue essen gegangen.

Freitag war zur Abwechslung mal wieder ein ruhiger Tag. Es gibt da eigentlich gar nichts zu erwaehnen, ausser dass die Sonne gescheint hat :)

Am Samstag wurde das Olympische Dorf in Vancouver das erste Mal fuer die “normale Menschheit” geoeffnet. Da sind Yvi und ich dann auch hin. Und ohne es auszumachen haben wir dann dort Sonja getroffen. Die Veranstaltung war nicht so toll wie ich dachte, aber esOlympic Village war trotzdem gut weil dort auch olympische Athleten waren, die Autogramme gaben und Fotos gemacht haben. Und ich hatte endlich doch noch olympisches und paralympisches Gold in den Haenden!! Spaeter sind wir 3 einfach eine Weile auf einer Wiese gesessen und haben die Sonne genossen, bevor wir ein paar von Yvis kanadischen Freunden zum Tee getroffen haben.

Am Abend habe Yvi und ich dann bei mir in der Wohnung Spagetti mit Thunfisch-Tomatensosse gekocht, bevor wir uns Downtown nochmal ein bisschen mit Tina und Aya getroffen haben. Dann gings wieder heim, wo wir uns bis um 3 noch unterhalten haben.

Heute morgen hiess es dann frueh raus weil Yvi zurueck nach Coquitlam musste und ich ja auch so einiges vorzubereiten hatte, da ich morgen meine Wohnungsschluessel wieder abgeben werde und fuer die naechsten Wochen auf einer Farm auf Vancouver Island leben und arbeiten werde!!

So, dass war jetzt viel Info und ich bin jetzt sehr muede, aber ich wollte euch unbedingt noch all das erzaehlen!

Ich wuensch euch allen eine schoene Woche, eure Martina

Die letzten 7 Tage…

29. April 2010

FerryLetzten Mittwoch sind Johnny und Rita mit mir nach Procter gefahren. Und zwar muss man dort mit ner kleinen Faehre uebern See. Procter ist nur so ein winziges Kaff, aber wir sind zur Baeckerei gefahren und haben Zimtschnecken gekauft.

Danach sind wir in den naechst groesseren Ort (wieder auf der anderen Seite) gefahren und haben an der dortigen Faehranlegestelle Fish & Chips gegessen. Es war super Wetter, und wir haben draussen gegessen. Und die ganze Zeit habe ich auf den Sandstrand und dass mega-klare Wasser geschaut. Da konnte ich natuerlich nicht anders als nach dem Essen meine Flip Flops auszuziehen und ans Wasserbeach zu gehen!!! Der Sand war schoen warm, da ja die Sonne den ganzen Vormittag ueber drauf gescheint hat. Aber das Wasser war eisig. Denn das ist Gletscherwasser. Deshalb ist es auch so klar.

Meinen naechsten Ausflug habe ich am Freitag gemacht. Und dieses Mal mit Cathy-Ann (Julies Schwester). Und zwar haben wir eine kleine Wanderung zum Pulpit Rock (am Elephant Mountain) gemacht. Von dort hat man eine super Aussicht auf den Pulpit RockSee und natuerlich Nelson.

Zwischenzeitlich bin ich uebrigens wieder in Vancouver. Am Dienstag bin ich morgens um 10 abgeholt. Hab ueber ne Mitfahrzentrale jemanden gefunden, der mich (und 2 weitere) fuer eine Spritgeldbeteiligung mit nach Vancouver genommen hat. Wir waren also 4 Leute und wir hatten viel Gepaeck: 2 riesen Rucksaecke, 4 Koffer, irgendwas anderes so gross wie ein Koffer und nur einen kleinen Kofferraum. Deswegen hatten wir Gepaeck uberall! Gott sei Dank waren wir nach 8 1/2 Stunden schon in Vancouver. Aber das Beste habe ich ja noch gar nicht erwaehnt!!! Ich habe endlich einen Baeren gesehen!!!!! Ich hab so halb geschlafen als ich ploetzlich jemanden ‘bear’ sagen hoere. Da war ich natuerlich sofort hellwach! black bearUnd da war er! Ein niedlicher Schwarzbaer am Strassenrand!! Und Gary (der Fahrer) hat dann extra gewendet und gewartet damit wir Fotos machen konnten. Yeah, ich hab also nun endlich meinen kanadischen Schwarzbaeren in freier Natur gesehen und ich bin so happy ;) Ist natuerlich kein Grizzlie, aber die sind viel zu gefaehrlich… ein niedlicher Schwarzbaer tut’s auch!

Nun bin ich also in meiner eigenen Wohnung in Vancouver (ja, ich wohne diesesmal wirklich in Vancouver) und bin auf Jobsuche. Drueckt mir die Daumen!

Liebs Gruessle, eure Martina

Nelson 2

20. April 2010

Nun, was soll ich sagen. Die Jobsuche war nicht sehr erfolgreich. Ich hatte zwar ein Vorstellungsgespraech, aber mindestens 6 weitere Mitbewerber. Und einer dieser Mitbewerber hat nun den Job. Und ich musste mir ueberlegen wie es dann weitergehen soll. Und ich habe mich entschieden, dass ich zurueck nach Vancouver gehe. Und zwar werde ich ne Wohnung mieten, die naeher Downtown ist als White Rock, so dass es einfacher ist einen Job zu finden. Werde also naechsten Dienstag Nelson verlassen.

Ansonsten gibt es nichts Neues, aber Mama hat sich beschwert, dass es das letzte Mal keine Bilder gab. Deswegen gibt es sie nun:

Aussicht vom Balkon:

Aussicht vom Balkon

 

 

 

 

 

 

 

Picknick-Tisch bei Bekannten im Garten:

picknick table

 

 

 

 

 

 

 

Und die Aussicht vom Picknick-Tisch:

Aussicht

 

 

 

 

 

 

 

Kleiner Vogel:

Vogel

 

 

 

 

 

 

 

Sodele, des waers fuer heut! Eure Martina

Nelson

14. April 2010

Ja, ich lebe noch.

Am 3.April bin ich dann also von Vancouver nach Kelowna geflogen. Ich habe es tatsaechlich fertig gebracht all meine Sachen in meine zwei Gepäckstücke zu packen. (Hierzu muss aber angemerkt werden, dass ich am Morgen ein riesiges Paket heimgeschickt habe. Nun sind all meine Wintersachen auf dem Weg nach Hause.) Allerdings hatte mein Koffer etwas Übergewicht, aber ich musste Gott sei Dank nichts draufzahlen. Nach rund 50 Minuten war ich dann in Kelowna (mit dem Bus wäre ich über 6 Stunden unterwegs gewesen).

Ostern habe ich also bei Julies Bruder Peter und seiner Familie verbracht. Julies Eltern waren auch da. Und mit denen bin ich dann am Montag nach Nelson gefahren. Nelson liegt an einem riesigen See. Und vom Haus hier hat man eine super Aussicht.

Am Dienstag habe ich gleich fleissig Lebensläufe verteilt. Allerdings habe ich mir eine doofe Zeit rausgesucht um nach Nelson zu kommen, beziehungsweise um in Nelson zu arbeiten. Die Skisaison ist nämlich nun vorbei, und für die Sommersaison bin ich zu früh dran. Sprich, hier gibt es im Moment so gut wie keine Arbeit. Hatte vorhin zwar ein Jobinterview, aber da sind noch mindestens 6 weitere Bewerber. Wenn es mit dem Job nicht klappt werde ich mich wohl bald wieder in Richtung Küste aufmachen, denn in einer grossen Stadt wie Vancouver werde ich wohl eher was finden.

Am Freitag bin ich mit Rita (Julies Mutter) zu den nahegelegenen Hot Springs gefahren. Da entspringt die Heisswasserquelle in einer Höhle und die hat dann voll den Dampfbad-Effekt. Das Wasser in der Höhle hat von Natur aus 40 Grad.

Arg viel mehr gibt es im Moment nicht zu berichten, aber ich wollt halt mal wieder was von mir hören lassen.

Bis bald, eure Martina

Bilder :)

4. April 2010

Wie versprochen – ein paar Bilder von den Paralympics:

Opening Ceremony

 

Opening Ceremony im BC Place

 

 

 

 

 

 

 

Olympisches Feuer

 

Ich und das Olympische Feuer

 

 

 

 

 

 

 

Zweimal Gold und ich

 

Zweimal Gold und ich

 

 

 

 

 

Sumi und ich

 

Sumi und ich

 

 

 

 

 

RMPC and me

 

Mountie und ich

 

 

 

 

 

Flowers

 

Goldmedallien-Blumenstrauss

 

 

 

 

 

Cupcakes

 

Cupcakes

 

 

 

X. Paralympic Games

29. März 2010

Es ist nun Zeit ueber die Paralympics zu berichten. Da ich die Zeit ueber in Whistler gewohnt hab, war immer was los. Jaaaa, ich hatte Unterkunft in Whistler. Das hat das Leben unglaublich einfacher gemacht. Aber nun von vorne.

 

12.Maerz

Am 12. war die Eroeffnungsfeier. Und ausserdem der Tag an dem ich nach Whistler zog. Deswegen musste ich morgens erst einmal meinen Rucksack packen. Dabei habe ich mir dann auch schon mal ein wenig ueberlegt was bald auf die Reise nach Deutschland geht. Mittags gings dann mit meinem Rucksack und ner Tasche bepackt zur Bushaltestelle und dann erst mit dem Bus und dann dem SkyTrain nach Downtown. Dort habe ich mich dann mit Kathleen und Rebekka getroffen. Nachdem meine Sachen im Auto verstaut waren sind wir dann zur Eroeffnungsfeier gegangen. Die Eroeffnungsfeier war super!! Vorallem den Breakdancer mit nur einem Bein fand ich voll faszinierend.

Nach der Eroeffnungsfeier gings dann mit einem vollen Auto hoch nach Whistler und Kathleen hat mich bei meiner Gastfamilie abgesetzt. Mein Zimmer fuer 11 Tage hatte ich bei Mireille und Ben, einem wirklich nettem Paerchen. Die erste Nacht hatte ich das Zimmer fuer mich.

 

13.Maerz

Am Samstagnachmittag hatte ich meine erste Schicht im Athlete Village. Und nun der Hammer. Ich konnte zur Arbeit LAUFEN!! Von vier Stunden Busfahrt hoch und vier Stunden runter waehrend den Olympics zu 15Minuten zur Arbeit laufen. Das war ein absolut willkommener Tausch. Meine erste Schicht hatte ich unten am Welcome Center. Das war nicht all zu spannend, denn dass ist  nicht wirklich im Village, sondern es ist im Grunde der Eingang fuer die Volunteers. Deswegen hat sich diese Arbeitsstelle auch den Namen ‘Sibirien’ eingeholt, denn kaum jemand wollte dort enden. Als ich abends vom Village heimgekommen bin, war meine ‘room mate’ da. Anne arbeitete Creekside fuer Alpine Skiing. Sie war aber nicht die komplette Zeit in Whistler, sondern nur 4 Naechte.

 

14.Maerz

Sonntagnachmittag war ich dann im ‘Team Plaza’. Der Plaza war ein Bereich im Dorf, in dem Gaeste (und auch Media) erlaubt waren. Wir waren dann verantwortlich dafuer, dass nur Athleten/Gäste/Volunteere mit einem R das Dorf betreten. Das R zeigt an, dass sie ‘Residents’ sind. familienangehoerige Gäste hatten im Normalfall auch ein R auf ihrem Gästepass. Gäste mussten spätestens einen Tag vor dem Besuch einen Gästepass beantragen. Jedenfalls war das Arbeiten dort interessant. Die Athleten waren eigentlich immer freundlich und gut aufgelegt. Gegen Abend hatten wir einige russische Athleten, die durchkamen. Und Inna, mit der ich an dem Tag dort gearbeitet habe spricht Russisch. Jedenfalls checken wir die Pässe von 2 Athleten und beide hatten eine Goldmedallie um den Hals. Inna fing sofort an auf Russisch zu gratulieren. Und keine 5 Minuten spaeter hatten wir beide ein Bild mit den zwei Athleten.

 

15.Maerz

Frei. Und in Whistler. Während den Paralympics. Also klarer Fall. Zeit für Events!

Deswegen bin ich Montagmorgen erstmal zum Ticketcenter in Whistler und habe mir ein Ticket für Cross Country (Langlauf) am Montag und ein Ticket fuer Giant Slalom (Riesenslalom) für Dienstag besorgt. Jedenfalls habe ich dann den Bus zum Paralympic Park genommen. Im Bus waren andere Deutsche, mit denen ich mich dann unterhalten habe und die mich dann auch eingeladen haben mit ihnen zu sitzen. Und plötzlich meint eine der Frauen zu mir “Schau, da unten ist meine Tochter”.  Ich sass also mit der Familie und Freunden von Verena Bentele. Sie hatte schon ein Gold von Samstag. Und am Montag hat sie wieder Gold gewonnen. Das wurde dann noch vor Ort mit einem Bier für alle gefeiert. Nach dem Event bin ich dann wieder mit dem Bus nach Whistler gefahren. Dort habe ich dann den Nachmittag verbracht. Und am Abend bin ich dann zur Medal Ceremony gegangen. Davor habe ich dann erst mal noch Bilder mit dem Paralympischen Feuer gemacht. Und dann hat sich der Platz mit Leuten aller möglicher Nationalitäten gefüllt. Nach der Medallienvergabe gab’s dann noch ein Konzert. Das hab ich mir aber nur ein bisschen angehört und dann bin ich heim.

 

16.Maerz

Am Dienstag stand also Riesenslalom an. Mit dem Bus bin ich von Spring Creek nach Creekside gefahren. (Das gehoert alles zu Whistler und sind oft nur kleine Bereiche entlang am Highway.) Dann gings mit dem Lift hoch zur Eventstätte. Schon auf dem Weg nach oben fing es an zu regnen. Und es sollte nicht enden. Als ich oben ankam sah ich Kathleen in einem der Verkaufsstände stehen. Also erst mal ein bisschen quatschen und dann ging ich zur Tribuene. Dort sass ich also im Regen. Den ganzen Tag über hat es geregnet, aber trotzdem war es absolute sehenswert. Ich mein, das ist so beeindruckend! Egal ob Langlauf oder Alpine Skiing, egal ob blind oder nur eingeschränkt sehfähig, oder eben körperlich eingeschränkt. Die Athleten bringen so viel mehr, denn sie zeigen, dass man immer etwas erreichen kann wenn man nur will.

Die Pausen hab ich mit Kathleen verbracht. Und nach der Flower Ceremony gings mit dem Lift wieder nach unten. Eigentlich hatte ich geplant am Abend wieder zur Medal Ceremony zu gehen, aber ich war so nass, dass ich beschlossen habe lieber daheim zu bleiben.

 

17.Maerz

Wie gesagt, all das hat mich sehr beeindruckt. Deswegen gings am Mittwoch Morgen wieder  zum WOP. Diesesmal war Biathlon angesagt. Vorallem war ich in den Sehbeeinträchtigten-Biathlon interessiert. Aber leider musste ich nachmittags arbeiten und ich konnte nicht so lange bleiben. Jedenfalls bin ich dann mit dem Workforce-Bus direkt ins Athlete Village gefahren. Der Bus brachte mich zum Gästeeingang, sprich ich musste durch den Plaza. Am Durchgang zum Village waren Inna und Tiffany. Und einer der mexikanischen Athleten zusammen mit seiner Familie. Wir haben uns dann mit denen unterhalten, haben Pins bekommen und Fotos gemacht. Denn sie hatten diese riesigen wunderbaren Sombreros! Wir hatten wirklich viel Spass in dem Durchgang.

Gearbeitet habe ich an dem Tag aber im Dining Tent. Aufgabe?  Wir haben die Rucksäcke/Taschen der Athleten entgegengenommen und in Regale gebracht, bis die Athleten mit dem Essen fertig sind. Das war ein netter Platz zu arbeiten, da die Athleten hier im Normalfall besonders gesprächig waren.

 

18.Maerz

Am Donnerstag war ich  morgens wieder im WOP Langlauf anschauen. Aber vor dem Event habe ich erstmal Jeff und Chris vom Transportation Team besucht, die haben nämlich immer noch dort gearbeitet. Aber es schien ihnen doch etwas langweilig gewesen zu sein, ohne uns Load Zone Attendants. Immerhin hatten die zwei Zeit, eine ziemlich grosse Eishöhle zu bauen. Die habe ich noch besichtigt bevor ich dann hoch zum Langlauf bin. Dort habe ich dann wieder den Bentele-Fanclub getroffen. Und Verena hat an diesem Tag ihr 4. Gold gewonnen. Und danach kam sie dann hoch zu ihrer Familie und deswegen hab ich nun ihren Blumenstrauss von der Flower Ceremony.

Und danach gings wieder zurück zum Athlete Village – arbeiten. An diesem Tag habe ich im Arrival Tent gearbeitet. Das war wo die Athleten ankamen, wenn sie zum Beispiel von Wettbewerben heimkamen. Und wir hatten so viel Spass an dem Tag. Vorallem, Sheila, Gail und ich. So viel gelacht hatte ich schon lange nicht mehr.

 

19.Maerz

Am Freitag habe ich beschlossen, dass ich unbedingt mal wieder ausschlafen muss. Deswegen keine Events. Gearbeitet habe ich an diesem Tag wieder im Plaza. Und es war einfach mega super Wetter! Sprich, ich habe den ganzen Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein draussen gearbeitet. Auch wenn es sonst nicht all zu spannend war, das Wetter war mega.

 

20.Maerz

Am Samstag hatte ich meine erste Vormittag-Schicht. Gearbeitet habe ich wieder im Dining Tent. Nach dem Frühstück war es aber ziemlich ruhig, da sehr viele Wettbewerbe stattfanden und deswegen nicht all zu viele Athleten im Village waren.

Am Abend war ich dann mit Tina und ein paar anderen Volunteeren in Whistler. Und als wir am Medals Plaza vorbeilaufen, hören wir, dass dort die Generalprobe für die Closing Ceremony am Laufen ist. Und unsere Pässe haben uns erlaubt, den Plaza zu betreten. Deswegen haben wir uns dann erstmal die Probe angeschaut. Danach sind wir noch was trinken gegangen und dann gings auch wieder heim, denn wir mussten alle am nächsten Morgen arbeiten.

 

21.Maerz

Wie gesagt, morgens war ich arbeiten. Und zwar wieder m Plaza-Eingang. Aber da es der Tag der Closing Ceremony war, war es wirklich sehr sehr ruhig. Und dann wurde ich auch noch für eineinhalb Stunden nach Sibirien versetzt. Das war wirklich sehr langweilig.Und es hat immer wieder geregnet und es war etwas kalt. Also ich muss zugeben, ich war echt froh als dieser Tag rum war, auch wenn es mein letzter Tag war.

Nach einer kleinen Pause daheim ging es dann hoch nach Whistler. Dort habe ich als erstes mein Busticket für Montag gekauft. Dann habe ich mich auf den Weg gemacht, die Athletenparade anzuschauen. Hatte einen ziemlich guten Spot. Leider waren unsere Pässe alleine an diesem Tag nicht genug um in den Plaza zu kommen. Deswegen habe ich die Closing Ceremony auf der Grossleinwand angeschaut. Danach war in Whistler noch ein bisschen Party angesagt. Später bin ich dann nach Hause.

 

22.Maerz

Nach dem Aufstehen habe ich meine sieben Sachen gepackt. Und dann gings ein letztes Mal ins Athlete Village, denn dort gab es ein Dankeschoen-Lunch für die Volunteere. Also gut gegessen, sich nochmal mit anderen Volunteeren unterhalten und dann wieder auf den Heimweg gemacht. Von dort dann mit dem Bus hoch nach Whistler, noch ein bisschen Zeit dort verbracht und dann zur Greyhound-Station. Und dann mit dem Bus 2 Stunden runter nach Vancouver. Dort angekommen ging es mit dem SkyTrain und dem Bus zurück nach White Rock.

 

Tja, und jetzt wisst ihr, wie die Paralympics so verlaufen sind. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es mal wieder eine super Zeit war!

 

Auch wenn dieser Eintrag den Paralympics gewidmet ist, möchte ich trotzdem auch noch ein paar andere Dinge erwähnen.

Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: Am Mittwoch habe ich meinen Flug umgebucht. Ich werde also nun am 20.August in Deutschland ankommen.

Gestern Abend war ich mit Tina und Aya japanisch essen, und zwar unter dem Motto “ihr bestellt und ich esse!”. Hat auf alle Fälle funktioniert. Das war sozusagen mein Abschiedsessen, da ich am Samstag Vancouver verlassen werde.

 

Wie ihr vielleicht bemerkt habt, war das nur ein langer Bericht ohne Bilder. Sorry. Die Bilder kommen aber bald nach!

 

Freut mich, dass ihr den Eintrag bis zum Ende gelesen habt, obwohl es so ein langer war.

Viele liebe Grüsse aus White Rock, eure Martina

Die Woche vor den Paralympics

16. März 2010

Am 5.Maerz war ich Downtown, da ich zu Tinas Geburtstag eingeladen war. Tina habe ich bei den Olympics kennengelernt, wir waren im gleichen Team. Jedenfalls habe ich mit ihr und ihren Freunden einen netten Abend verbracht. Auf meinem Weg nach Hause habe ich dann meinen letzten SkyTrain verpasst. Deswegen hatte ich 2 Moeglichkeiten: entweder ein Taxi nehmen und ein Vermoegen zahlen oder die Nacht in Downtown Vancouver verbringen. Tinas Freundin Aya hat mir die Entscheidung dann abgenommen. Ihr ging es naemlich genau so wie mir und deswegen haben wir die Nacht gemeinsam in einem 24h-Cafe verbracht. Ins Bett bin ich dann schlussendlich Samstagmorgen um 8 :)

Am darauffolgenden Montag war ich mit einem anderen Volunteer bei der Capilano Suspension Bridge. Das ist eine lange Haengebruecke. Ausserdem hat es noch kleine Haengebruecken, die von Baum zu Baum gehen. Uebrigens handelt es sich bei diesen Baeumen nicht um einen gewoehnlichen Wald, sondern um einen Regenwald. Ja, Vancouver ist Regenwald-Gebiet! Na, wer hat’s gewusst?Capilano

 

 

 

 

 

 

Bridge

 

 

 

 

 

 

 

Regenwald

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstags hatte ich meine erste Schicht fuer die Paralympics. BC Place fuer die Eroeffunugsfeier herrichten. Sprich, die Tueten mit den Sachen fuer die Zuschauer an die Sitzplaetze anbringen. Und als ich abends heim kam musst ich mal langsam meine Sachen organisieren und verraeumen. Warum? Das kommt im Eintrag zu den Paralympics, der vermutlich schon bald folgt. Nur so viel sei gesagt: Genauso great wie die Olympics!

Bis bald, eure Martina

Bilanz

10. März 2010
Nun also die versprochene Bilanz der vergangenen Monate. Hierzu muss erst mal geklaert werden was eigentlich meine Ziele waren.

- Meine Sprache verbessern.

- Neue Leute kennenlernen.

- Viele tolle Erfahrungen machen.

Nun ja, ich koennte nun also eigentlich schon heimkommen, da ich meine Ziele erreicht habe, aber da muss ich euch leider enttaeuschen. Ich bleibe noch eine Weile hier, denn mir gefaellt es hier einfach zu gut. Oh, ich habe noch ein Ziel vergessen, dass noch nicht erreicht ist: Ich habe immer noch keinen Baeren gesehen!

Also die Sprache: Englisch laeuft fliessend. Es ist schon eine Weile her, dass ich zuerst im Kopf uebersetzt habe. Ich rede einfach ohne darueber nachzudenken. Denken tu ich mal in Englisch, mal in Deutsch. Was mich am meisten ueberrascht hat, ist, dass ich ein englisches Buch nun genau so schnell lesen kann wie ein deutsches. Und das zeigt mir meinen Fortschritt am meisten.

Nun zu den Leuten. Erstens moechte ich sagen, dass ich das Gefuehl habe, eine zweite Familie hier in Kanada zu haben. Und ich weiss, dass diese Familie das lesen wird, deshalb moechte ich mich hier noch einmal bei euch Julie, Ralph, Matthew, Christina und auch Nick bedanken. Thank you so much for everything!!! Und auch ein Thanks an Opa und Heide!

Und hier in Vancouver habe ich durch die Spiele viele nette Leute kennengelernt. Und ich bin mir sicher, dass sich da die ein oder andere anhaltende Freundschaft entwickeln wird.

Erfahrungen? Nun ja, dazu muss ich wohl nicht all zu viel sagen, denn wer das liest hat vermutlich all die anderen Eintraege, die von meinen tollen Erfahrungen berichten, auch gelesen :)

So long, eure Martina

 

Die vergangenen Tage

5. März 2010
Ich hoffe ihr habr Zeit, denn das wird ein ziemlich langer Eintrag.
 
Nach 6 sonnigen Tagen hatte sich das Wetter letzte Woche Dienstag dann leider wieder geaendert. Sprich der (Dauer)Regen hat wieder eingesetzt. Aber am Dienstag konnte ich noch damit leben, da ich ja nicht arbeiten war. Anders am Mittwoch. Als ich morgens in Whistler ankam hat es dort geschneit. Ich hatte mein langaermliges Tshirt, meine Fliesweste, eine weitere Fliesjacke und meine blaue Jacke an und mir war trotzdem kalt…furchtbar. Gearbeitet habe ich am Mittwoch in der auesseren Transportation Mall, sprich dort wo die Zuschauer ankommen und nach dem Event ihre Busse heim nehmen. Deswegen gibts da auch nichts all zu Spannendes zu erzaehlen. (Ausser vielleicht die kleinen Schneeballschlachten, die immer mal wieder stattfanden)
1Million Dollar CoinAm Donnerstagvormittag habe ich den Bus/Skytrain nach Downtown genommen. Mein erstes Ziel war das Hauptticketcenter, weil ich dort sehen wollt ob die noch Tickets fuer Eiskunstlauf am Nachmittag hatten. Aber war ausverkauft. Als naechstes bin ich dann zum Mint-Gebauede. Dort hat man unter anderem die Moeglichkeit, die Medallien zu sehen und zu beruehren. Allerdings war die Wartezeit dafuer 5 Stunden. Und so lang wollte ich nicht warten, deswegen habe ich die kuerzere Schlange genommen. Dort konnte man die 1Million Dollar Muenze sehen und nen Goldbarren halten. Das war zwar nicht so spektakulaer wie die Medallien, aber trotzdem gut. Spaeter bin ich dann zum Pacific Coliseum, sprich dort wo Eiskunstlauf statt fand, da es dort immer solche Leute gibt die Tickets verkaufen. Aber die waren alle ganz teuer, deswegen hab ich mich wieder auf den Nachhauseweg gemacht.

 

Am Freitagmorgen hier es dann zum vorletzten Mal um 3.30Uhr aufstehen. (Mal wieder mit dem Gerauesch des Regens.) Und alles wieder gleich wie am Mittwoch. Aeussere Transportation Mall und Schnee. Allerdings hat sich der Schnee aufm Boden zu Matsch verwandelt. Aber im Grunde war es als obMiga, ich und Quatchi man durch einen Bach lauft. Deswegen hatte ich von 12.30 an nasse Fuesse. War waehrend dem Event mal wieder ein bisschen zuschauen(Biathlon). Als ich hoch kam war Deutschland auf Platz 1 und als ich eine Viertelstunde spaeter wieder ging waren sie auf Platz 10. Um 15Uhr (zeitgleich das Ende meiner Schicht) fand im Pausenzelt beim Langlauf eine Dankeschoen-Party fuer uns Volunteere statt. Wir hatten live Musik, Miga und Quatchi waren da, es gab leckeres Essen (Haehnchenschlegel, Kartoffelbrei, Maiskolben, Salat und Nachtisch) und Bier und Wein. Ausserdem wurde das Schlupflied gespielt und alle waren happy. Ausserdem war das die Moeglichkeit ganz viele Fotos zu machen und Email-Adressen auszutauschen. Und dann gings mit dem 17.30 Bus wieder heim. 
Am Samstagmorgen waren meine Schuhe immer noch feucht. Deswegen hatte ich Socken an, dann je eine Plastiktuete und nochmal ein Paar Socken. Im WOP angekommen hat uns Caleigh dann angekuendigt, das wie alle den Langlaufmassenstart anschauen koennen. Da der Schnee aber in Regen uebergegangen ist habe ich nur 2 Runden von 6 angschaut. Am Samstag war ich wieder in der auesseren Mall, aber beim Media-Bus. Auf die Medialeute haben wir immer im Bus gewartet, weil da wars schoen warm. Und dann, um 15.30 ging es zum letzten Mal vom Whistler Olympic Park zurueck zum Londsdale Quay in Nordvancouver Es ist einfach unglaublich, wie schnell die letzten 3 Wochen vorbeiwaren. Aber all das unterwegs sein hat sich auf alle Faelle gelohnt. Die Erinnerungen kann mir keiner nehmen und ich habe viele nette Leute kennengelernt.). 
Henna Tatoos (rechts ist meins)Am Sonntag war ich eigentlich den ganzen Tag im Holland Park in Surrey. Dort wurde mittags DAS Hockeyspiel uebertragen und abends dann die Closing Ceremony. Ausserdem gabs zwischendrin immer Live-Vorstellungen von verschiedenen Kuenstlern. Ich war dort aber mit Anthony und Kim. Kim hatte dort einen Stand und wir haben dort ein bisschen mitgeholfen. Nachmittags waren dort Leute, die Turbane gebunden haben und Henna-Tattoos gemacht haben. Hab mir natuerlich auch welche machen lassen. Achja, noch ein paar Worte zum Hockeyspiel. Mann, das haettet ihr sehen sollen, wie die Stimmung ploetzlich umgeschwungen ist, als USA eine Minute vor Schluss das Ausgleichstor geschossen hatteAber Gott sei Dank hat Kanada am Ende dann doch noch gewonnen. Way to go ;)  
Ausserdem war am Sonntag mein 6monatiges in Kanada. Die Bilanz der vergangenen Monate bekommt einen eigenen Eintrag.

 

Diese Woche Dienstag habe ich dann Downtown mein Upgrade-Kit fuer meine Uniform und meinen neuen Ausweis abgeholt. Mein Ausweis ermoeglicht mir den Zugang zu allen Sportstaetten, beiden Athlete Villages und vielem mehr. Mal sehen, wie ich mir das zu meinem Nutzen machen kann :D

 

Gestern hatte ich Training oben im Athlete Village in Whistler. Da die Workforce-Busse noch nicht fahren musste ich den Greyhound-Bus nehmen. Also musste ich schon um 3 Uhr aufstehen. Aber das bin ich ja zwischenzeitlich schon gewoehnt. Als ich dann in Whistler angekommen bin musste ich einen weiteren Bus zum Village nehmen. Im Bus habe ich dann eine Gruppe russischer Volunteere kennengelernt, die auch auf dem Weg zum Training waren. Falls ihr es noch nicht wisst: Sochi in Russland ist der Ausrichter der Winterspiele 2014. Und deswegen hatten sie mehrere Wettbewerbe die es Jugendlichen dort ermoeglicht haben hier in Vancouver zu volunteeren. Diese Jugendlichen kommen aus ganz Russland. Das Training war interessant. Viele Informationen (zB dass waehrend den Paralympics 1.100 Athleten in Whistler wohnen und nur 350 unten in Vancouver.). Ausserdem gab’s eine kleine Fuehrung durch’s Village…wir muessen ja wissen wo wir arbeiten werden. Nach meinem Training hab ich dann endlich mal wieder Kathleen getroffen. Sie und Julia, ihre Mitbewohnerin aus der Schweiz und ich sind einen Kaffee trinken gegangen, bis ich wieder zur Greyhound-Bushaltestelle musst.

 

Sodele, dass waers jetzt erstmal. Silvie freut sich jetzt bestimmt, endlich wieder auf dem neusten Stand zu sein…ich mein, so Semesterferien koennen ja schon langweilig sein, oder? :D
Liebs Gruessle an alle in der Heimat oder wo auch immer, eure Martina

 

 

Time of my life

22. Februar 2010

Ich habe mitbekommen, dass sich manche Leute (zum Beispiel mein grosser kleiner Bruder) wundern, warum es in letzter Zeit so viele Updates gibt. Das ist, weil ich einfach soooo viel zu erzaehlen habe und das immer gleich loswerden will.

 Meine Schicht am Freitag war nicht all zu spannend, aber ich konnteSkischanze morgens vor meiner Schicht ein bisschen Skispringen schauen. Und zwar von relativ nahe. Das ist schon cool wenn ich ueberlege, dass ich all diese Wintersportarten normalerweise am Fernseher sehe und jetzt live dabei bin. Skispringen ist schon faszinierend. Und die Stimmung ist auch voll toll. Wie gesagt meine Schicht war nicht all zu spannend, da ich im Bereich war, wo die Zuschauer ihre Busse heimnehmen. Und an meiner Bushaltestelle war nicht viel los. Ich habe aber auf alle Faelle das mega Wetter genossen. Ich hatte nur mein langaermliges Shirt und meine Fliesweste an und das war ausreichendund das in den Bergen waehrend den WINTERspielen. Am Abend hatte ich dann wieder ein bisschen Sonnenbrand auf meiner Nase. Nach meiner Schicht habe ich den abend mit Babysitting (Kids sind 12 und 7) verbracht.

sunsetAm Samstag habe ich ausgeschlafen um dann festzustellen, dass schon wieder ein sonniger Tag war. Nachdem ich mittags endlich mal wieder mit meiner Family telefoniert habe bin ich noch an den Strand. Voll toll: Sonnenschein und der Duft des Meeres. Ich musste einfach meine Schuhe ausziehen und ins Wasser stehen. Danach habe ich auf einem der grossen Steine gesessen und gelesen bis die Sonne unterging.

  

Und nun das wirklich erzaehlenswerte: Ich hatte gestern einen mega mega super Tag!!!

 Ich wollte unbedingt am Biathlon oben arbeiten. Als erstes schien es aber als ob ich wieder beim Zuschauerbereich arbeiten wuerde, dann kam ich hoch zur Skischanze und dann habe ich einfach Caleigh gefragt, ob ich nicht beim Biathlon-Athletenstop arbeiten koennte und sie meinte  Klar, kein Problem.. Okay, erstes Ziel erreicht. Und dann konnte ich vormittags das Ende des Maennerbiathlons anschauen (das war fuer uns Deutsche ja nicht all zu spannend). Und dann nachmittags liess mich Mischa wieder hoch. Hab dann also ab Kilometer 8 den Massenstart der Damen angeschaut. Und das war sooooo spannend. Erst ist Hauswald auf Platz 1 und dann zwei Strafrunden und sie faellt zureuck. Und dann am Ende – GOLD fuer NEUNER und BRONZE fuer HAUSWALD und ich war absolut LIVE DABEI!!! Das war sooooooooooooooo toll. Ich mein, wann hab ich mal wieder die Chance, dabei zu sein wenn Deutschland Gold bei den Olympischen Spielen gewinnt???

 Und dann danach hab ich beschlossen, dass ich meine Chance mit meiner Arbeitsposition ausnutzen muss das Ergebnis: Bilder mit Kati Wilhelm und Andrea Henkel. Andrea Henkel war sichtlich enttaeuscht mit ihrer Position, aber dennoch hat sie ein Foto mit mir gemacht. Martina Beck war auch sehr enttaeuscht (deswegen kein Foto). Neuner und Hauswald habe ich leider nicht gesehen, ich nehme an die sind nach Antidoping und der Flower Ceremony direkt nach Whistler fuer die Victory Ceremony gefahren worden. Trotzdem war dies bisher mein bester Tag als Volunteer fuer die Winterspiele!!!

 

Kati Wilhelm

 

 

 

 

 Andrea Henkel

 

 

 

 

 

 

 

 Heute ist der sechste sonnige Tag in Folge. Haette nicht gedacht, dass das in Vancouver moeglich ist…und ueberall bluehen die Blumen… Winter in Vancouver!

So long, best regards eure Martina

 

 

 

 

 

 

News

18. Februar 2010
Und wieder mal gibt es so einiges zu erzaehlen, ich muss euch ja auf dem Laufenden halten. 

AusflugAm Sonntagabend hab ich mit ein paar anderen Volunteeren einen Ausflug zum Grouse Mountain gemacht. Von dort aus hat man eine super Aussicht auf Vancouver. Vorallem an einem solch klaren Tag/Abend. Leider kam das auf meinen Bildern nicht ganz so gut raus. Bevor wir uns auf den Weg gemacht haben waren wir bei Mooses Down Under essen. Ausserdem hat Kanada an diesem Abend das erste Gold auf eigenem Boden gewonnen, da war die Freude natuerlich gross!!

Am Montag hab ich einen Ausflug nach Downtown gemacht. Musste einOhne Worte paar Sachen besorgen. Und dann habe ich mich auch noch auf den Weg gemacht um das Olympische Feuer zu sehen. Und ich hab es gesehen!!! Voll riesig, aber leider kommt man nicht all zu nahe, da es eingezaeunt ist. Wirklich nahe kommt man nur wenn man Zugang zum Main Media Centre hat, denn dann kommt man innerhalb des Zaunes. Hab ich aber nicht. Also musste ich es von einem gewissen Abstand geniessen.

Am Dienstag hatte ich wieder eine Schicht. Und wieder einmal war Teilen angesagt, da sich auch Zuschauer auf den Weg nach Whistler gemacht haben, da zwei Biathlon Events anstanden. Ich war diesesmal leider nicht an den Biathlonhaltestellen, sondern unten bei der Skischanze. Da war es ziemlich ruhig, weil ja eigentlich alle nur zum Biathlon wollten. Ich konnte jedoch vormittags den Skispringern beim Training zuschauen. Skyline Vancouver ♥(Uebrigens hat es morgens wie verrueckt geschneit die Flocken waren huuuuuuge, also riiiiiiiiiiiesig. Und als ich abends in Vancouver ankam war dort strahlend blauer Himmel und Sonnenschein.)
Aber nun der megahammer, da hab ich mich ja schon geaergert da gewinnt Magdalena Neuner Gold und ich bin unten an der Skischanze und bekomm von all dem gar nichts mit. Im Gegenteil, dass wir Gold gewonnen haben habe ich von Papa erfahren, der hat mir naemlich direkt danach eine SMS geschrieben. Unglaublich! Zu mal ich ja eigentlich in meiner Pause hoch wollt und ein bisschen Biathlon schauen wollte. War wohl nix. Und dann nachmittags, als ich hoch bin um beim Maennerbiathlon zuzuschauen. Und nun: Ich war zu spaet da war nur noch der Zieleinlauf der Letzten. Also das hat irgendwie nicht so funktioniert.

Gestern war dann endlich mein Hockeyspiel. Hab mich also mittags auf den Hockey gameWeg nach Vancouver gemacht. Ich muss sagen, dass Wetter war unglaublich. Ich hatte nur nen Pulli als Jacke an. Also man kann es kaum glauben, dass hier gerade die Winterspiele stattfinden). Da das Spiel ja Deutschland – Schweden war, hab ich mich dann in den Farben der Deutschlandflagge gekleidet. Und zwei kleine Deutschlandflaggen mussten auch noch auf die Wangen. Es war ja mein erstes richtiges Hockeyspiel und es war auf alle Faelle gut auch wenn wir 2:0 verloren haben. Aber ich habe nen guten Platz gehabt und gut gesehen. Und das deutsche Team hat meistens gut gespielt. Nur leider nicht in zweiten Drittel und da haben sie auch beide Tore reingelassen. Und obwohl sie im letzten Drittel wieder alles gegeben haben war es leider nicht genug.

Nach dem Spiel war ich dann noch im Aboriginal Pavillion und hab mir dort eine Show angeschaut. Danach war ich dann noch im Nothern House, sprich das Haus mit Informationen ueber Nordkanada. Und zu guter letzt bin ich dann noch im deutschen Zelt gewesen (German Fan Fest). Dort spielt abends die Band Acoustica aus Thueringen. Der Eintrittspreis ist eindeutig zu hoch aber ich musste ja auch mal drin gewesen sein. Das Zelt ist auch tagsueber geoeffnet, da kostet es nichts aber da ist halt auch keine Live-Musik. Wie gesagt, ich glaube nicht dass der Preis gerechtfertigt ist aber ich hatte trotzdem einen netten Abend mit den Leuten die hinter mir in der Schlange standen. A propos Schlange. Unglaublich, wie lang die Schlangen manchmal sind. Also ich hatte Glueck. Ich war nur 45 Minuten in der Schlange und dann 15 Minuten im Wartezelt. Manche haben schon zweieinhalb Stunden allein in der Schlange gewartet.

Jedenfalls hab ich dann den Skytrain zur Bridgeport-Station genommen, so dass ich den Bus um 00.50 nehmen konnte. Ich hab mich dann gezwungen nicht einzuschlafen. Ich war auch noch wach bis zu der Bushaltestelle vor meiner. Und ploetzlich bin ich an einer Haltestelle von der ich noch nie gehoert habe. Gottseidank war es nur eine Haltestelle nach meiner, ich musste also nicht ganz so weit laufen.

Heute ist wieder ein wunderbarer Tag. Wir haben wieder eine Goldmedallie gewonnen (Maria Riesch im Slalom) und der Wetterbericht hat fuer heute Hoechstwerte von +16 Grad und Sonne bis Montag vorhergesagt.

Nun denn, das war schon wieder ein langer Bericht.

Liebs Gruessle, eure Martina

♥

Erlebnisse

14. Februar 2010

Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll. Solange haben so viele darauf hingefiebert und nun ist es soweit. Die XXI. Winterspiele nehmen ihren vollen Lauf…und ich bin mittendrin!!!

Am Freitag hatte ich eine Schicht. Und den Bus habe ich mir morgens mit Zuschauern geteilt. Am Freitagmorgen war naemlich schon eine Qualifikationsrunde fuer das Skispringen am Samstag morgen. Gearbeitet habe ich an den Bushaltestellen wo die Zuschauer ihre Busse nach Hause nehmen. Da wird einem erst bewusst wie viele Zuschauer wirklich da sind. Ich weiss nicht wie viele Busse wie wir mit Leuten gefuellt haben. Sehr sehr viele. Und das war nur eine Qualifikationsrunde.
Gestern morgen dann wieder das selbe. Ein paar Volunteers die sich auf den Weg nach Whistler gemacht haben und dann ganz ganz viele Zuschauer, die sich auf den Weg gemacht haben. Gestern fanden zwei Medallien-Events im Whistler Olympic Park statt. Zum einen Skispringen (ich hab auch ein paar Spruenge gesehen… unter anderem Michael Neumeyer bei seinem Qualifikationssprung). (Leider weiss ich immer noch nicht wie sich die Deutschen geschlagen haben.)
Und nachmittags war Biathlon der Frauen (7.5km Sprint). Und ich hatte meine Favoritenarbeitsstelle!! Ich war an der Bushaltestelle an der die Biathleten ankommen!! Juhu!! Morgens kamen die Herren zum trainieren und dann mittags die Damen. Und jaaaa, ich hab die deutschen Athleten gesehen!!! Ein paar der Herren und dann das volle Damenteam!! Wir kontrollieren denen ihre Accreditation-Paesse. Zum einen, dass sich keine Medialeute in den Bus schleichen und zum anderen dass die den Pass auch nicht irgendwo vergessen haben, weil sonst kommen sie nicht ins Olympische Dorf rein. Und so kam es dann, dass ich eine Weile das Gewehr(?) des deutschen Andreas Birnbacher gehalten habe, weil er seinen Pass nicht finden konnte. (Er vergass ihn im Wachsraum.)
Als der Wettkampf dann begann hatten wir natuerlich nicht so viel zu tun, da die Athleten ja beschaeftigt waren, darum liess uns Mischa abwechselnd hoch zum Biathlonstadium. Sprich ich konnte eine Weile beim Biathlon zuschauen. Was fuer ein Tag. Und dann, als die Atlethen sich auf den Heimweg gemacht haben gings weiter. (Erstmal JAAA eine schoene Silbermedallie geht – Dank Magdalena Neuner – nach Deutschland.) Jedenfalls haben wir dann wieder Paesse kontrolliert. Und diesesmal war es Andrea Henkel, die extra fuer mich (hehe) ihren Pass suchen musste. Ausserdem hat mich einer vom deutschen Team (vielleicht ein Trainer oder so) fuer mein gutes Deutsch gelobt!! Als ich ihm dann gesagt habe, dass ich aus Deutschland komme wollte er wissen woher denn und so haben wir uns ein paar Minuten unterhalten. Ihm sagte sogar die Burg Hohenzollern etwas. Ausserdem habe ich die Freudentraenen der drittplazierten Franzoesin absolut live miterlebt. Es ist einfach toll zu wissen, dass ich ein Teil dieser Spiele bin.

Das Wetter in Whistler ist nicht das Beste. Sowohl Freitag als auch Samstag fing super sonnig an. Am Mittag fing es dann an beiden Tagen zu regnen an und der Regen ging ueber in Schnee. Heut hab ich den 10km Biathlon Sprint der Herren im TV angeschaut und wieder das Wetter. Der Tag fing sonnig an und dann hat es zwischendrin mal geregnet, mal geschneit. Bin echt gespannt wie das so weiter geht.

Leider scheint es hier am Fernseher keinen Videotext zu geben. Ich liebe es doch normalerweise in regelmaessigen Abstaenden den Medallienstand abzurufen…

Zu guter letzt moechte ich noch ein paar Worte zum Team2010 loswerden. Team2010, das sind wir 25.000 Freiwilligen. Wir sind auch bekannt unter “die blauen Jacken”. Sogar John Furlong hat in seiner Rede bei der Eroeffnungsfeier diesen Ausdruck verwendet. Das wunderbare ist, diese Jacken machen uns wirklich zu einem riesigen Team. Ganz egal wo man hinkommt, eine andere blaue Jacke laechelt man auf jeden Fall an. Und in oeffentlichen Verkehrsmitteln setzt man sich bevorzugt neben eine andere blaue Jacke, denn man unterhaelt sich dann einfach, als ob man sich kennen wuerde.
Team2010, wir sind das ♥ der Olympischen Spiele in Vancouver.

Und damit ihr euch auch was darunter vorstellen koennt, hier noch ein paar Bilder von uns:

Im Regen
Dieses Bild zeigt Marc, Kenneth, Tim und Kimberley (alle vom Transportation Team).

 

 

 

 

Im Bus
Hier seht ihr Marc, Erin, Juniz (ich weiss nicht wie man ihren Namen richtig schreibt) und mich.

 

 

 

 

Break Tent

 

Und zuletzt ein Blick in eines unserer Break Tents:

 

 

 

 
Euch allen noch ne glueckselige Fasnet… ich jedenfalls werd am Aschermittwoch zu meinem langersehnten Hockeygame gehen und das deutsche Team anfeuern!

So long, eure Martina

Noch einmal schlafen

11. Februar 2010

Ja, tatsechlich… noch einmal schlafen und es ist so weit: Die Olympischen Wnterspiele 2010 werden morgen offiziell eroeffnet. Und ich kann allen nur eines empfehlen: Schaut euch die Eroeffnungsfeier an!!! Ihr werdet es nicht bereuen! Warum ich das weiss? Weil ich gestern die Generalprobe der Eroeffnungsfeier live gesehen habe. Ich werde nicht mehr dazu sagen, weil ich das auch gar nicht darf, aber eines muss noch gesagt werden: it was just amazing!!! Watch it!

Natuerlich werde ich in erster Linie fuer Deutschland jubeln, aber ich werde mich auch fuer Kanada freuen. Aber ich hoffe, dass es fuer Deutschland mehr Gruende zum Jubeln  gibt. Ich mein, immerhin haben wir ja viele gute Athleten, die schon waehrend den World Cups fleissig Medallien gesammelt haben (Ja, das habe ich natuerlich auch von hier aus verfolgt).

Was einfach mega-cool waer, waere wenn ich im Olympia Park waehrend meiner Arbeit den deutschen Athleten begegnen wuerde. Drueckt mir die Daumen.

 

(Bilder gibt’s diesesmal nicht, weil ich ja keine Bilder machen durfte und ihr euch die Eroeffnungsfeier selbst anschauen sollt.)

 

Also bis zum naechsten Mal und geniesst die Spiele, eure Martina

Der Countdown laeuft…

7. Februar 2010

Nur noch wenige Tage bis zum Beginn der Olympischen Spiele 2010. Während ihr (vielleicht) auf den Beginn der Spiele wartet ist hier in Vancouver und Whistler eigentlich schon einiges im Gange. Die Athleten koennen seit Donnerstag an den Sportstätten trainieren und auch drum herum kommt alles in Bewegung. Während die Vorbereitungen schon seit 4 Jahren laufen wird es nun Ernst. Und noch ist Zeit, das ein oder andere zu verbessern.

 My uniformAuch ich bin schon im Olympia-Fieber. Am Donnerstag habe ich meine Uniform und den Ausweis, der mir den Eintritt in den Olympia Park Whistler ermöglicht abgeholt.  Ausserdem habe ich die Sonne in Vancouver genossen…ziemlich cool wenn sich die Sonne in den Hochhäusern spiegelt!

Und dann am Freitag ging es zu meiner ersten Schicht nach Whistler. Mein Tag begann morgens um 6. Um 7.30 Uhr hab ich dann den Bus Richtung Downtown Vancouver genommen. Mit dem Bus gings zur Skytrain-Station und mit dem Skytrain gings dann zur Waterfront. Von dort habe ich dann den SeaBus zum Londsdale Quay genommen (dieser Abschnitt der Reise dauert 2 Stunden). Von dort aus habe ich dann den Bus des Club 99 nach Whistler genommen. Der Club 99 besteht aus Leuten wie mir, die in Vancouver wohnen und in Whistler arbeiten. Whistler erreichen wir weitere 2 Stunden später.

Meine Arbeit ist ziemlich einfach. Ich zähle Leute, die in Busse einsteigen. Aber ich habe eben auch die Möglichkeit den Athleten  nahe zu kommen. Was auch schon vorgekommen ist. Im Whistler Olympic Park finden Biathlon, Langlauf, Skispringen und die Nordische Kombination statt. Es ist einfach nur toll dort oben. Ich hab die Skischanze gesehen (und Skier die runter kamen) und auch das Biathlon-Sta:)dium konnte ich sehen. Es ist interessant, wie laut man das Schieβen eigentlich hört. Im Fernsehen kommt das gar nicht richtig rüber! Es wird einem auch bewusst, dass die Athleten ganz normale Menschen sind und es ist toll zu sehen, dass sie sich Busse teilen, gemeinsame Fotos machen und eben das Olympische Motto “Dabei sein ist alles” umsetzen.  Ausserdem ist es lustig, wenn man mit dem chinesischen Biathlontrainer mit Zeichensprache kommunizieren muss…

Sicherlich fragt sich der ein oder andere, warum ich mir das antun…  4 Stunden anreisen, dann dort Arbeiten und dann wieder 4 Stunden heim. Und das für kein Geld. Lasst mich versuchen es zu erklären.

Mal ganz ehrlich. Wie oft im Leben hat man die Chance bei den Olympischen Spielen dabei zu sein? Richtig, nicht oft! Warum also nicht die Möglichkeit ergreifen? Ausserdem ist es ja nicht so, dass ich gar keinen Nutzen daraus ziehe! Ich habe nach den Spielen eine komplette Uniform, bestehend aus einer Schneehose, einer Windjacke, 2 langärmligen Tshirts, einer Fliesweste und einer Mütze. Ich habe ein freies Ticket für die Generalprobe der Eröffnungsfeier bekommen, ausserdem eine Flasche Wein. Und ich war ein Teil der Spiele!!! Das ist auf eine gewissen Art und Weise unbezahlbar. Es sind einfach die Erfahrungen die zählen!

Gestern hatte ich auch eine Schicht, der Tag life ziemlich gleich ab. Nun denn, ich mach dann mal Schluss an dieser Stelle und verabschiede mich “with glowing hearts”, eure Martina

 Whistler Olympic Park

 

 

 

 

 

 

 

Whistler

Roadtrip to Vancouver

3. Februar 2010

Tag 1 – 24.Januar

Gegen 11 Uhr hat mich Kathleen mit ihrem – Gott sei Dank – groβen Auto abgeholt. Ich frag mich immer wieder wie es möglich war, all meine Sachen in zwei Gepäckstücke zu bekommen. Ich mein, ich hatte zig Extratüten als ich Edmonton verlassen habe. Und ich habe auf keinen Fall SO VIEL neue Sachen gekauft… Aber im Auto war das ja egal. Unser erster Zwischenstop war Superstore, um uns mit Getränken und Essen für die nächsten Tagen einzudecken. Und dann ging es, gegen 12.30 immer schön den Highway 16 entlang. Um 15.30 haben wir in Hinton einen Versorgungsstop eingelegt (natürlich bei Tim HortonsJ). Im Nationalpark Jasper angekommen haben wir daRocky Mountainsnn viele viele kurze Fotostops eingelegt.  Wir haben Bergziegen und eine Herde männlicher Hirsche gesehen. Und natürlich musste wieder mal wie verrückt die wundervolle Landschaft festgehalten werden. Erst war es extrem bewölkt, doch plötzlich zog es auf und wir hatten wunderbares Wetter. Allerdings waren wir etwas enttäuscht, da aus irgendeinem grund kein Schnee lag, und das hatten wir eigentlich gar nicht erwartet. So um 17.30 haben wir dann im Athabasca Hotel eingecheckt. Als wir unserer Gepäck hochgetragen haben sind wir wohl aus irgendeinem Grund aufgefalSurvival Paketlen (vielleicht lag es an unserem Lachanfall?). Aber das hatte auch seine positive Seite, den der Manager des Hotels hat uns an der Rezeption so kleine Kanada-Pins hinterlassen. Abendessen haben wir uns bei Subway geholt. Mit dem Sandwich und der Flasche Wein aus Joannes Survival-Paket haben wir dann den Abend gemütlich ausklingen lassen.

 

Tag 2 – 25.Januar

Für unseren Aufenthalt in Jasper hatten wir etwas BWasserfallesonderes geplant. Wir hatten nämlich schon eine Woche früher einen Maligne Canyon Ice Walk gebucht. Darauf hatte ich mich besonders gefreut, da ich gespannt war wie der Canyon, den ich ja im Sommer schon gesehen hatte, im Winter aussieht. Am Montagmorgen wurden wir dann (bei leichtem Schneefall)  von unserem Reiseführer direkt am Hotel abgeholt. Und was total super war: wir hatten eine private Tour, da sich sonst niemand angemeldet hatte! Als erstes haben wir “Schneeketten für die Schuhe” verpasst bekommen und dann gings mit dem Bussle gen Maligne Canyon. Ich würde jedem, der mal im Winter in Jasper landet empfehlen diese Tour zu machen! Es war einfach absolute beeindruckend und ich habe so viele interessante Dinge erfahren und tolle gefrorene Wasserfälle gesehen. Wir waren ungefähr 2 Stunden im Canyon unterwegs. Nachdem wir uns im Hotelzimmer wieder aufgewärmt hatten haben wir uns noch die Souvenirläden in Jasper angeschaut. Und wieder einmal haben wir den Abend gemütlich ausklingen lassen.

 

Tag 3 – 26.Januar

Um etwa 10.45 haben wir Jasper verlassen. Etwa eine halbe Stunde haben wir die Grenze Alberta – British Columbia überfahren (und die neue Zeitzone erreicht; es sind jetzt 9 Stunden Unterschied zu Deutschland). Und dann gings wieder schön durch die Rocky Mountains. Mal ohne Schnee am Rand, mal mit Schnee…aber überwiegend ohne. Gegen 15.20 sind wir dann im Sun Peaks Skiresort angekommen. Dort haben wir uns bei Julia und ihrer Mitbewohnerin Virginia (aus England) einquartiert. Julia kommt auch aus Deutschland und kam mit dem gleichen Flugzeug wie Kathleen nach Kanada. Nach einer eher dürftigen ErnäKathleen und Juliahrung über die letzten 2 Tage hinweg konnten wir es kaum erwarten unsere Tomatensuppe zu kochen J Und für alle die es nicht wissen: am 26.Januar war Australia Day. Und da es in Sun Peaks nur so von Australiern wimmelt war es eine Selbstverständlichkeit, dass es viele Partys gab. Tja, so kam es eben das wir Deutschen in Kanada den Australia Day gefeiert haben – warum auch nicht J Allerdings scheint es, dass die Australier gerne laut feiern. Und so kam es, dass die Party 45min nach dem wir kamen von der Polizei beendet worden ist…

 

Tag 4 – 27.Januar

Ich beim LiftenNachdem wir erst einmal ausgeschlafen haben gings zum Skifahren/Boarden, immerhin waren wir in einem Skiresort. Julia hat uns gezeigt wo wir unsere Sachen ausleihen sollen und dann gings auf die Piste… wir haben uns allerdings mit dem Bunnyhügel begnügt, aber der ist in Sun Peaks so groβ wie der groβe Hügel in Edmonton. Am Nachmittag sind wir dann zum Lebensmittel einkaufen nach Kamloops gefahren. Dort sind wir mal wieder der olymischen Flamme begegnet, und zwar sind wir im Autokorso hinter der Flamme gelandet.

 

 

Tag 5 – 28.Januar

So um 13.50 haben wir Sun Peaks und den Schnee verlassen.  Unser vorletztes Ziel war Kelowna und das Haus von Julies Bruder Peter (das um genau zu sein nicht in Kelowna, sondern Westbank steht). Dort sind wir so gegen 17.45 angekommen. Peter war auf Geschäftsreise, aber Leanne hat uns köstlich bekocht. Das Ziel für diesen Abend war herauszufinden wo ich am nächsten Tag hinmusste.  Ziel erreicht, also ab ins Bett :)

 

Tag 6 – 29.Januar

Vorerst ein letztes Mal hieβ es Koffer packen. Um viertel zehn haben wie Leanne v erlasssen und sind erst einmal nach Kelowna reingefahren –Souvenirshopping. Eine Stunde später sind wir dann endgültig losgefahren. Mann, das könnt ihr euch echt nicht vorstellen, wie schnell das Wetter sich hier verändern kann. Auf dem einen Straβenabschnitt liegt voll Schnee und es ist neblig und so und um die nächste Kurve rum scheint die Sonne und der Schnee ist weg. Gegen 12.45 haben wir einen Tankstop in Hope eingelegt und um 14.45 kamen wir bei Anthony in South Surrey an! Irgendwo dazwischen fing es zu regnen an, wir hätten also auch ohne Karte gewusst, dass wir uns Vancouver nähern :) Am Abend war ich bei Anthonys Mutter zum Essen eingeladen. Für alle die es nicht wissen, Anthony ist der Schwager von Julies Freundin Joanne.

Ich wohne jetzt also in South Surrey, 5-10 Gehminuten vom Pazifik entfernt. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln brauch ein bisschen länger als eine Stunde bis nach Downtown Vancouver. Aber über die Verbindungen kann ich nicht klagen.

So viel zu unserem Roadtrip Edmonton – Jasper – Sun Peaks – Kelowna – Vancouver!

 

Meine ersten Tage hier sind auch noch erwähnenswert.

VancouverAm Samstag habe ich gleich mal die Busverbindung nach Vancouver ausprobiert. Wie gesagt, klappt ganz gut. Dort hab ich mich dann erst einmal umgeschaut. Und dann hab ich gleich noch meine Karten für die Olympischen Spiele abgeholt. Um halb 5 hab ich mich dann noch mit Kathleen für einen Kaffee bei Tim Hortons (wo auch sonst ;-) ) getroffen. Da habe ich dann auch ihre momentane Mitbewohnerin Rebekka kennengelernt. Übrigens ist meine Winterjacke für Unternehmungen in Vancouver aus meinem Leben verbannt…einfach viel zu warm hier. Eigentlich immer mindestens +6 Grad. Schon eine krasse Umstellung wenn man das kalte Wetter in Edmonton gewohnt ist :) Ich verlass das Haus jedenfalls nicht ohne Schirm…

Am Sonntagmorgen fing der Tag fuer mich schon um 3.30 an, da ich eine Mitfahrgelegenheit nach Whistler hatte. Habe also eigentlich den kompletten Tag in Whistler verbracht (in dem fall natürlich mit Winterjacke). Hab mich im Dorf umgeschaut, den offiziellen Olympic Souvenirladen angeschaut und mich mit Karten von Whistler beschäftigt. Immerhin werd ich da die nächste Zeit des Öfteren sein :)

Am Montag wollt ich eigentlich unbedingt an den Strand, aber da hatte mir das Regenwetter einen Strich durch die Rechnung gemacht :(

Aber gestern wurde ich dann positive überrascht! Kein Regen und dann auch noch MeerSonnenschein (wenn auch mit Wolken). Also nach dem Frühstück meine Tasche gepackt und ab an den Strand. Zehn Minuten hab ich gebraucht bis ich am Wasser war. Hab mich da doch tatsächlich fast 3 Stunden aufgehalten. Was ich da gemacht hab? Die Sonne genossen, am Wasser entlang spaziert, viele Fotos gemacht und einfach die Ruhe genossen! Am Ende hatt ich dann noch ein privates Fotoshooting mit dem Selbstauslöser meiner Kamera :)

Tja, das ware jetzt vorerst mal alles. Morgen hol ich meine Uniform ab und am Freitag hab ich meine erste Schicht als Freiwillige bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver :)

So long – take care, eure Martina

Ich am Strand

:)

Olympic Torch Relay

15. Januar 2010

Ja, ich hab die Olympische Flamme auf ihrem Weg nach Vancouver angefeuert! Aber nun von vorne :)

Also am Mittwoch kam die Flamme durch Edmonton und ich hab beschlossen, dass ich mir das auf gar keinen Fall entgehen lassen kann.  Die Flamme war insgesamt 2 Stunden unterwegs, aber das Ziel war der Sir Winston Churchill Square. Die Flamme wurde dort um 19 Uhr erwartet, aber ab 18 Uhr war da schon Live-Musik und so. Ich hab den Platz so etwa 20 nach fuenf erreicht und konnte mir deswegen schon mal einen guten Platz sichern. Eine Weile spaeter kam Annie (ne Kollegin)  mit ihrem Bruder. Und dann konnte die Party losgehen. In der Zwischenzeit war der Platz gefuellt!!

Und dann relativ puenklich um 7 kam die Flamme an. Ich war circa 50 cm von dem Durchgang fuer die Fackeltraegerin entfernt. Ich konnte sie also wirklich gut sehen. Und dann wurde das Feuer auf der Buehne entflammt und alle haben gejubelt. Man konnte einfach den “Olympic Spirit” fuehlen. Es war einfach super toll und ich habe an dem Abend realisiert, dass ich wirklich Teil dieser Olympischen Spiele sein werde und wie viel mir das eigentlich bedeutet!!

Und dann am Ende hatte ich sogar noch die Gelegenheit ein Bild mit einer Fackeltraegerin und natuerlich der Fackel zu machen!!!!  (Und die Fackeltraegerin war sogar in den Nachrichten :) ! )

Annie und ich

Olympic Flame

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich hab ne Fackel gehalten!!

 

 

 

 

 

 

 

Bei dem folgenden Video koennt ihr die ersten 5 Minuten ueberspringen und dann kommt der Bericht zum Torch Relay.

Nachrichten 13. Januar

Dezember 2009

8. Januar 2010

Advent, Advent ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier; dann steht das Christkind vor der Tuer. Oder in meinem Fall: dann kommt Santa Claus durch den Kamin gerauscht! So oder so, meine Adventszeit hier in Kanada ging viel zu schnell vorbei. Ich bin vor lauter Arbeiten nicht mal zum Bloggen gekommen. Deswegen nun einen Uerberblick fuer so gut wie den gesamten Dezember :)

1.Dezember

Oh Tannenbaum, wie gruen sind deine Blaetter?Am ersten Dezember war erstmal Plaetzle backen angesagt. Wie  ja  jeder weiss gibt es in der Weihnachtsbaeckerei so manche Leckerei. Hier sind die besten Leckereien die ginger bread men … yummy! Ausserdem haben wir (bunte) Ausstecherle gemacht. Ich war fuer’s Faerben verantwortlich. Die gruene Farbe war aber sehr hartnaeckig und ich hatte noch etwa 5 Tage spaeter gruene Flecken an meinen Haenden.

ginger bread men

 

 

 

 

 

 

 

Weihnachtsbaeckerei

 

 

 

 

 

 

Am Abend sind wir dann zu Maisie’s Magical Maisie's Magical Christmas HouseChristmas House gefahren.  Ich sag euch, so viele Lichter an einem Haus habt ihr noch nie gesehen. Und dann lief da Weihnachtsmusik und in den Fenstern waren Winterlandschaften oder Weihnachtsszenen dargestellt. Ich wuerde behaupten dass dieses Haus nicht zu toppen ist.

Viele Licher...

 

 

 

 

 

 

 

6. Dezember

Nikolaustag – zumindest in Deutschland.snow angel Hier gabs ueber Nacht neuen Schnee und deswegen habe ich morgens  beschlossen bei -17 Grad meinen ersten kanadischen Schneeengel zu machen.

Abends war ich dann mit Julie im Citadel Theatre um mir mein Geburtstagsgeschenk anzuschauen. Haben also “A Christmas Carol” gesehen, ihr wisst schon mit Scrooge, der Weihnachten schlicht und ergreifend als “bah, humbug” sieht. Doch die Geister machen ihn zu einem neuen Menschen. War echt gut gespielt und sie haben viel gesungen. Und es kam wirklich ne Weihnachtsstimmung auf.

11. Dezember

Jaaaaa, endlich kam mein Geburtstagspaeckchen an!!!

13.Dezember

An diesem Tag war Edmonton der kaelteste Ort in NordaZeitungsartikelmerika und der zweitkaelteste Ort auf der Welt.  Am International Airport in Edmonton wurden -46.1 Grad gemessen. Und dank des Windes waren es gefuehlte -58.4.  Und ich fands toll. Allerdings musste ich an diesem Wochenende arbeiten und so habe ich bei -32 Grad auf meinen Bus warten muessen und das war dann schon eisig. Und das obwohl ich 2 Paar Hosen anhatte und bei meinem Gesicht nur die Augen nicht eingemummelt waren. Aber die Erfahrung war’s auf alle Faelle wert.

 

 

18. Dezember

Auf eine Informationsmail hin kontaktierte ich das Informationszentrum fuer die Volunteers fuer die Olympischen Spiele. Eine Viertelstunde spaeter habe ich ein telefonisches Interview und etwa ne halbe Stunde spaeter habe ich die Zusage fuer Positionen. Ich werde nun also sowohl bei dein Olympischen als auch bei den Paralympischen Spielen Freiwilligendienst leisten und bin somit eine der 25.000 Freiwilligen!

21. Dezember

Weihnachtsfeier in der Herrenabteilung :)   Jeder hat was zu Essen mitgebracht und dann wurde bei der Schneiderin ein Bueffet aufgebaut. Einfach koestlich; das Bueffet wurde von indischem Essen dominiert aber auch meine Mandelmakronen konnten ueberzeugen. Ich glaube ich habe die beste Abteilung bei Sears erwischt, alle sind einfach immer super freundlich. Und ein paar Worte Hindi kann ich mittlerweile auch (und ein Wort auf Punjabi) :)

(almost all) my co-workers

 

Das sind fast alle.

 

 

 

 

 

23. Dezember

Obwohl ich eigentlich schon alle Geschenke Anfang Dezember hatte musste ich einen Tag vor Heilig Abend erstmal Geschenke einpacken :)

24. Dezember

In Kanada ist der 24. eigentlich nicht so wichtig wie der 25., denn Santa ChristmasClaus bringt die Geschenke in der Nacht zum 25.. Da aber hier die deutsche Tradition ueberwiegt war fuer mich wie gewoehnlich am 24. Weihnachten. Wir waren alle bei Opa und Heide zum Essen eingeladen. Dort gab es (typisch kanadisch) Truthahn zum Abendessen… wirklich lecker!

Nach dem Essen bin ich dann mit Julie und Heide in die Kirche gegangen. Das war mal mega-modern. Aber ich fand’s (besonders fuer Weihnachten) zu modern. Die Weihnachtslieder wurden von einer Art Rockband begleitet, begonnen wurde mit einer Powerpoint-Show und die Weihnachtsgeschichte war ein Cartoon per Beamer an die Wand projeziert. Aber immer mal wieder was Neues, gell :)

Weihnachtsbaum und viele GeschenkeNach der Kirche wurden dann Geschenke ausgepackt. Mann, so viele Geschenke unter einem Baum habe ich noch nie gesehen. Wir waren 12 Leute und ich wuerde die Geschenke auf  mindestens 30 schaetzen.

Und wieder einmal wurde ich reichlich beschenkt! Alles aufzuzaehlen waere fuer euch Leser langweilig. Das meiste werdet ihr sehen wenn ich wieder zu Hause bin. Aber lasst euch sagen, dass ich nur tolle (und teilweise leckere) Geschenke bekommen habe!

Nach dem Geschenkeauspacken gab’s wieder was zu Essen. Und dank Heides Kochkunst musste gewsnack timeiss keiner Hungern! Ausserdem hatten wir zum Essen hatten wir dann Feuerzangenbowle.

 

 

 

 

 25. Dezember

Am 25. ist in Kanada eigentlich richtig  Weihnachten. Kanadische Familien packen am 25. morgens die Geschenke aus. Ich hab am 25. mein “stocking sock” geleert; das sind die Socken die man an den Kamin haengt und Santa steckt Kleinigkeiten hinein.

Julie und ich sind an diesem Tag mit Plastiktueten bewaffnet zum Schlittenfahren gegangen.  Und danach haben wir uns im Hot Tub aufgewaermt … zumindest bis zu dem Punkt an dem wir beschlossen haben im Badeanzug Schneeengel zu machen…. brrrr – das war kalt, aber ich habs gemacht :)

26. Dezember

BOXING DAY. Anders als in Deutschland sind hier am 26. die Laeden geoeffnet - und ich musste arbeiten. Boxing Day ist der wichtigste Einkaufstag im ganzen Jahr, da alle Laeden absolute Sonderpreise haben. Bei uns war zum Beispiel die komplette Herrenabteilung 50% reduziert. Boxing Day ist ein ziemlich passender Name, denn vorallem fuer die Eletroniksachen muss man sich wirklich durchboxen. Manche Leute drehen da echt irgendwie am Rad :)   Als ich zur Arbeit durch die Mall gelaufen bin bin ich an einem Laden vorbeigekommen, da war eine Schlange davor und wann immer jemand rauskam durfte jemand neues rein.

Julie und Joanne Am Abend hatten wir Besuch von einer befreundeten Familie und Opa und Heide.

 Nach dem Essen haben wir Spiele gespielt und gewichtelt. (Ich hab einen Nagelklipper in Form eines Autos bekommen :)   )

 

28. Dezember

Ski fahren

Nunja, das Bild spricht ja eigentlich fuer sich :)

Ich war das erste Mal in meinem Leben Ski fahren. Und ich bin nur einmal hingefallen!

 

 

 

31.Dezember

Wie ueberall auf der Welt feiert man natuerlich auch in Kanada den Start in das neue Jahr. Und so war bei uns im Haus Party angesagt. Ab acht trafen die Gaeste ein.Happy New Year! Wieder einmal gab es viele Snacks (Kracker mit verschiedenen Dips, Shrimpringe und und und). Ausserdem haben wir alle zusammen Picturnary gespielt, das ist eine Art Sonntagsmaler. Wir haben Weiblich gegen Maennlich gespielt und wenn das maennliche Team es bestreitet: Wir haben gewonnen :)  

Kurz vor Mitternacht wurden dann die Partyhuete und Troeten verteilt, so dass um Mitternacht alle Krach machen konnten. Und dann wurde natuerlich auf das neue Jahr angestossen. Feuerwerk gibt’s hier nur im Fernsehen bzw auf grossen oeffentlichen Plaetzen und dann eben von der Stadt veranstaltet.

Tja, und nun befinden wir uns schon im Jahr 2010. Ich hoffe ihr hattet alle einen guten Start ins neue Jahr!